Fördermittel durch das Land Hessen


Information zur Förderleistung des Hochtaunuskreises (HTK) für Tagesmütter

Wenn eine Tagespflegeperson, die selbstständig bei sich zu Hause oder in angemieteten Räumen tätig ist eine Pflegeerlaubnis des HTK besitzt, erhält sie Leistungen im Rahmen der öffentlichen Förderung.

Tagespflegepersonen werden laufende Geldleistungen nach § 23 Abs. 2 Nr. 1 u. 3 SGB VIII gewährt:
Einen Betrag zur Anerkennung der Förderungsleistung für die erbrachte Pflegeleistung und für den laufenden Sachaufwand
Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu der gesetzlichen Unfallversicherung
Hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Besteht keine gesetzliche Rentenversicherungspflicht, so wird die Hälfte der Aufwendungen zu einer Alterssicherung erstattet, jedoch höchstens in Höhe der Hälfte des Mindestbeitrages der gesetzlichen Rentenversicherung.
Hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Kranken- und Pflegeversicherung

Der Hochtaunuskreis zahlt den Tagesmüttern 3,40 € für die erbrachte Pflegeleistung und 1,60 Euro zum laufenden Sachaufwand pro Stunde und pro betreutem Kind. In diesem Betrag sind die Landesmittel eingerechnet.

Alle Leistungen werden auf Nachweis erstattet.

Um die Leistungen zu erhalten schließt die Tagesmutter mit dem Hochtaunuskreis einen Tagespflegevertrag ab.

Der Vorteil der Förderung durch den HTK für die Tagesmutter besteht darin, dass pro betreutem Kind 5,00 € pro Stunde durch das Jugendamt des HTK direkt ausgezahlt werden. Dazu reicht man lediglich eine Monatsabrechnung für jedes zu betreuende Kind ein (Formular hierzu wird vom Jugendamt zur Verfügung gestellt) und erhält vom Jugendamt den o.g. Betrag.

Die Eltern werden vom Jugendamt zu einem Kostenbeitrag in Höhe von 1,80 € herangezogen. Dieser kann auf Antrag der Eltern und abschließender Prüfung erlassen werden, wenn den Eltern die finanzielle Belastung nicht zuzumuten ist (im Sinne SGB II und SGB XII).

Die oben genannte öffentliche Förderung kann eine Tagesmutter erhalten, die entsprechend des § 23 SGB VIII vom Jugendamt überprüft wurde. Die Tagesmutter muss bestimmte Eignungskriterien erfüllen und sich für die Kindertagespflege qualifiziert haben. Dies bedeutet, dass die Tagesmutter die Bundeszertifizierung erfolgreich abschließt und eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt des HTK erhalten hat.

Formulare, Anträge und Informationsblätter erhalten Sie über das Jugendamt des HTK.

Für Fragen zum Thema „Förderung in der Tagespflege“ stehen Ihnen Frau Hansen (Tel.-Nr. 06172-999-5134), Frau Denfeld (Tel.-Nr. 06172-999-5111) und Frau Rump (Tel.-Nr. 06172-999-5133) vom Jugendamt gerne zur Verfügung.