Betreuungsformen

Die Betreuung wird in zwei Varianten unterschieden:

Tagesmutter / -vater


Diese Betreuungsform wird auch als „Kindertagespflege“ bezeichnet und unterliegt dem Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG).

Bei der klassischen Tagesmutter findet die Betreuung Ihres Kindes
im Haushalt der Tagesmutter statt. Sie betreut ein bis fünf Tageskinder, oft gemeinsam mit den eigenen Kindern, in einem familienähnlichen Umfeld. 

Seit 2006 benötigen Tagesmütter (und Väter) neben der fachlichen,
persönlichen und gesundheitlichen Eignung eine „Pflegeerlaubnis“
des zuständigen Jugendamtes. Sie müssen ein Führungszeugnis vorlegen, Qualifizierungskurse absolvieren, Versicherungen, einen
Erste-Hilfe-Kurs am Kind und geeignete Räume nachweisen. 
Die Pflegeerlaubnis legt auch die Anzahl der zu betreuenden Tageskinder fest. 

Eine Tagesmutter ist selbständig tätig und vereinbart mit Ihnen
in einer Betreuungsvereinbarung alle relevanten Details.


Kinderfrau / -mann


Die zweite Möglichkeit der individuellen Kinderbetreuung ist die Kinderfrau. Diese kommt in den Haushalt der Eltern und betreut dort die Kinder in gewohnter Umgebung.
Kinderfrauen können sich ebenfalls eine "Pflegeerlaubnis" nach einer Qualifizierung vom zuständigen Jugendamt erteilen lassen. Diese ist
jedoch zur Zeit noch nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Eine Kinderfrau wird von Ihnen im Angestelltenverhältnis bezahlt. Das kann z.B. in Form eines Mini-Jobs abgewickelt werden. Die Bezahlung ist auch hier mit der jeweiligen Kinderfrau zu vereinbaren.
Das Tätigkeitsfeld umfasst die pädagogische Betreuung Ihrer Kinder, die Essenszubereitung, Hausaufgabenbetreuung und die Fahrten zu den Aktivitäten Ihrer Kinder. Bitte beachten Sie, Kinderfrauen sind keine Putzfrauen!!